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Kommunale Aufgabe: Tagespflege verbessern

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Staatssekretär Laumann bei der Jahreshauptversammlung der CDU Sonsbeck

So hatten die Sonsbecker CDU-Mitglieder Staatssekretär Karl-Josef Laumann noch nicht erlebt. In einer eindringlichen und auch emotional berührenden Rede informierte der westfälische Sozialpolitiker über die Situation pflegebedürftiger Menschen. Laumann, sonst ein Freund deutlicher Worte wenn es um politische Auseinandersetzungen geht, sprach u. a. über den Bedarf an Tagespflegeplätzen, damit pflegebedürftige Menschen trotz Familienbindung nicht zu oft alleine sind. Er forderte neue Regelungen für die Festlegung von Pflegestufen und eine vereinfachte Dokumentation bei Pflegediensten und –einrichtungen, damit ausgebildete Kräfte sich weniger um Bürokratie und mehr um die Menschen kümmern können.

Als Staatssekretär und Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung kann Laumann schon einige Erfolge aufweisen. Unter seiner Verantwortung trat am 1. Januar das Pflegestärkungsgesetz in Kraft, das verbesserte finanzielle Bedingungen schafft, um die unterschiedlichen Bedürfnisse zu erfüllen. Laumann: „Die Finanzierung ist nicht das Hauptproblem. Es fehlen die Menschen, die die Pflege übernehmen.“ Schon jetzt sind 2,6 Mio Menschen in Deutschland pflegebedürftig und der Anteil steigt ständig. Dies ist eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft und kann nur mit bewältigt werden, wenn die Wirtschaft floriert. Der Staatssekretär plädierte deshalb dafür, dass die Menschen länger im Arbeitsleben bleiben können und dass die Unternehmen die vorhandenen Qualifikationen nutzen.

Er forderte dazu auf, was schon seit Jahren für Kinder gilt „Kurze Wege für kurze Beine“, auch für Nutzer z. B. von Rollatoren zu beachten. Diese Aufforderung ging auch an die Gemeinde Sonsbeck. Wohnungen für ältere Menschen sollen möglichst nah bei den Versorgungseinrichtungen entstehen. Auch Tagespflegeeinrichtungen sollen dort geschaffen werden. „Die Pflegebedürftigen wollen keine Umgebung haben, in der sie sich fremd fühlen“, erklärte Laumann. Bürgermeister Heiko Schmidt verwies dazu auf die Schwierigkeiten von Investoren, vorhandene Fördermittel zu bekommen, um damit entsprechende Pläne umzusetzen.

Bereits zu Beginn der mit etwa 50 Teilnehmern sehr gut besuchten Hauptversammlung blickte Schmidt auf das 1. Jahr als Bürgermeister zurück, das für ihn viele neue und interessante Erfahrungen brachte. Er bedankte sich stellvertretend bei Matthias Broeckmann und Josef Elsemann für die gute Zusammenarbeit. CDU-Vorsitzender Matthias Broeckmann bestätigte dies gerne und informierte anschließend in seinem Jahresbericht 2014, häufig unterbrochen vom Applaus der Mitglieder, über die Aktivitäten von Partei und Fraktion. Auch Jana Hensen und Gian-Luca Omari von der JUNGEN UNION, sowie Leo Giesbers als Seniorenbeauftragter berichteten über ihre Aktivitäten. Die Kasse des Gemeindeverbandes wird von Josef Ledda ordentlich geführt, bestätigte Kassenprüfer Jürgen Pieper und neuer Kassenprüfer ist Josef Angenheister, der mit Julian Luyven künftig tätig sein wird.

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